Gisela Carl, Gerhard Fuchs
Barrieren und Probleme
• Zeitmangel der Fachkräfte für Auseinandersetzung und Austausch mit den Eltern
• Elternbeiräte sind schwer zu finden
• Sprachschwierigkeiten
• Steigender Anspruch der Eltern an die Einrichtung (Leistung/Dienstleistung)
• Eltern stellen Forderungen und Anforderungen ohne sich selbst einzubringen
• Fehlleistungen der Eltern:
Die pädagogische Arbeit der Erzieher wird unterschätzt, die der Lehrer höher gewertet Erzieher, auch später Lehrer, müssen jederzeit verfügbar sein.
Unsensibles Verhalten, Rücksichtslosigkeit gegenüber dem Tagesablauf in der Kita.
Egoismus – alles für das eigene Kind, nichts für andere.
Unpädagogisches Verhalten: Über die eigenen Kinder in deren Gegenwart schimpfen.
Missbrauch von Informationen, Indiskretion und verbreiten von Gerüchten.
Viel Zeit und Aufmerksamkeit für die Anfangssituation
• individuelle Behandlung
• Vertrauen entwickeln
• Erster Eindruck der Familie durch Hausbesuche
• Terminierte Elterngespräche - Zeit für individuelle Probleme, Verständnis
Nutzung der Talente und Fähigkeiten der Eltern
• Einbeziehung der Väter
• Stärkung des Elternbeirats
• Mitarbeit und Hospitation in Gruppen
• Projektunterstützung bei Festen, Feiern, Wanderungen, Ausfl ügen
• Mitverantwortung der Eltern für das Haus – Erhalten der
Einrichtung – Nutzung der Einrichtung über die Öffnungszeit hinaus
• Unterstützung bei Gestaltung von Außenanlagen oder Einrichtungsgegenstände und Deko-Materialien
• Elterninitiativen (Basar, Kaffee-Einladungen)
Umgangskultur fördert Kooperation
• Pünktlichkeit der Eltern
• Höflichkeit
• Gegenseitiger Respekt
• Konstruktiver Austausch von Kritik, Anregungen, Wünsche
• Bei Fest und Feiern gute Stimmung und Atmosphäre
• Spontaneität
Öffnung zum Gemeinwesen
• Kita als Veranstaltungsort
• Kurse (Sprache, Musik, Tanz, Theater etc.)
• Sportangebote
• Beratungsangebote
• Gruppen-Treff
• Stadtteilarbeit: Eltern als Vermittler und Kontaktpersonen für andere Häuser und
– Einrichtungen im Stadtteil
– Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen
– Kooperation von Elternbeiräten
– Kontakt pflegen
– Teilnahme am Stadtteilarbeitskreis
Position der Kindertagesstätte
• Akzeptanz der Pädagogik im Kindergarten
• Gleichstellung von Kindergarten und Schule in Zusammenhang mit den Erziehungsaufgaben
• Kindergarten und Schule arbeiten zusammen und kommunizieren von Anfang an
• Die Zusammenarbeit von Familie, Kindergarten, Schule und Hort genießt Priorität.
• Der Zeitfaktor ist zu berücksichtigen.
• Die Erziehungsarbeit muss professionell geleistet, aber auch nach außen dargestellt werden.
• Zusammenarbeit, Gemeinwesenorientierung und politische Arbeit sind wichtige Zielvorgaben.
www.stmas-bayern.de/familie/kinderbetreuung/elternarbeit.de
www.bff-nbg.de (Bündnis für Familie und hier: „Kindertagesstätte als Ort für Familie“, s. auch Arbeitsgruppe, die noch Interessierte aufnehmen kann und Informationen gibt).