Verschiedene Studien aus Deutschland und der Schweiz belegen, dass jeder eingesetzte Euro den der Staat in eine gute Kindergartenerziehung investierte, die vierfache Rendite abwirft. Die Kinder sind besser in der Schule, sie haben später bessere Jobs und zahlen mehr Steuern. (Vergleiche u. a. Wohin mit den Kindern, Stadt Nürnberg 2003) Im Nürnberger Bündnis für Familie hat die Kooperations-Tagung zum Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan ein zentrales Thema der gesellschaftspolitischen Veränderungen und Diskussionen aufgegriffen: die Betreuung und Förderung der Kinder in den Kindertagesstätten und der Übergang zur Schule. Vor dem Hintergrund der Überlegungen, wie Familie und Beruf vor allem für Frauen zu vereinbaren sind oder wie Kinder für eine immer komplexere und weiträumigere, also globale Welt bildungsmäßig gerüstet sein können, gerät auch die Kindertagesstätte ins Zentrum des pädagogischen und bildungspolitischen Interesses.
Pädagogen und Wissenschaftler haben während der Tagung in Nürnberg für eine Partnerschaft der Institutionen – beispielsweise Kindertagesstätte und Schule – sowie ein Netzwerk von Familie und Einrichtungen plädiert. Auch sie verweisen auf die Notwendigkeit besserer Rahmenbedingungen und fordern die entsprechenden finanziellen und personellen Konsequenzen.
Es werden Szenarien der Partnerschaft und vertieften Bildung und deren Realisierung aufgezeigt. Diese Modelle entsprechen dem Wunsch der Fachleute, die Praxis fordern – nicht nur Bildungspläne: Das ist eine flotte und günstige, aber möglicherweise auch wirksame Methode, die Qualität zu verbessern. Papier ist geduldig, wie wir aus der Schule wissen (Tietze).
Um die Diskussionen der Tagung noch einmal zu verdeutlichen, das Ergebnis in Relation zur gegenwärtigen Situation zu stellen, wurde die Dokumentation in einer redigierten Fassung vorgelegt.